Fünf Tage Paris
Artikel ausdruckenGeschrieben von Sehb in Dark2k International am 22.03.11
Berlin, Manchester, Paris - was kostet die Welt? Gar nicht mal sooo viel - ein Grund mehr sich fünf Tage Paris zu gönnen!
Für mich war’s das zweite mal, für Sina das erste Mal. Am 15.03.2011 ging es also los in die Stadt der Liebe……

Für die faulen Nicht-Leser gibts hier die Bilder! (Achtung: Die besten Bildunterschriften seit Jahren!)
Frühes Weckerklingeln, aufstehen, frühstücken und ab gegen 9Uhr morgens Richtung Paris - eine Uhrzeit, die sich, wie sich herausstellte, noch lohnen sollte! Wir kamen also gegen 11Uhr in Paris Orly an und machten uns als erstes auf zu unserem Hostel im Nordosten des Stadtzentrums von Paris. Etwas klein das Zimmer, aber völlig ausreichend und mit eigener Dusche!

Auffallend war die Temperatur: So zeigte uns das Thermometer bereits am Dienstag 22,2 °C und die Uhrzeit erst 14Uhr - also auf Paris erkunden.
Vorbei am Gare du Nord (einer der großen Hauptbahnhöfe Paris’) ging es in das Künstlerviertel Montmartre, wo sich einst van Gogh und Picasso die Hand gaben. Dort erwartete uns auch bereits das erste Highlight: Das Sacre Coeur - hochoben auf einem Berg wurde diese Sühnekirche Ende des 19Jh. errichtet - und strahlte bei blauen Himmel in meine Kamera. Von dort oben konnte man über ganz Paris blicken - ein Höhepunkt der Reise!

Danach ging es durch das Künstlerviertel zum Friedhof Montmartre, wo unteranderem der Schriftsteller Zola und Heinrich Heine beigesetzt wurden - eine merkwürdige Atmosphäre dort, jedoch atemberaubend schön.

Danach ging es den Berg wieder hinunter zum Moulin Rogue - vielen aus einschlägigen Erzählungen bekannt. Dort gab es dann auch unseren ersten Crepe - verdammt gehaltvoll! Mit vollem Magen ging es zurück ins Hostel ein kurzes Nickerchen halten, um danach kurz aufzustehen und ein Bierchen am beleuchteten Kanal der Seine zu trinken, um danach friedlich einzuschlummern…
Tag 2 - Mittwoch
Da wir nie zu füh los wollten, klingelte unser Wecker auch erst gegen 9 Uhr und wir starteten entspannt mit Duschen und Frühstück (eigene, sehr saubere Gemeinschaftsküche, die jedoch selten zu voll war) in den warmen, sonnigen Tag. Danach sollte die Touri-Runde folgen.
Als erstes verschlug es uns in den Nord-Westen von Paris nach “La Defense” - dem Geschäftsviertel, welches komplett neu aus dem Boden gestanzt wurde - Hochhäuser, beeindruckende Bauten und ein riesiger, neumodischer Triumphbogen machten diesen Ort zu einem “mit Mund offen stehen”-Moment.

Nach dem Geschäftsviertel ging es ab zum Wahrzeichen von Paris - dem Eiffelturm. Auch beim zweiten Besuch verschlägt es einem die Sprache, wenn man vor diesem RIESIGEN Bauwerk steht - gepaart mit diesem Wetter war die Reise jetzt schon jeden Euro wert.
Sina erklomm sogar zu Fuß die Stufen bis zum zweiten Plateau des Eiffelturm, um dann mit dem Lift ganz nach oben zu fahren - aufgrund meiner Höhenangst verzog ich mich in der Zeit in einen Park und mampfte Baguette mit Käse, während Sina beeindruckende Bilder schoss.

Eiffelturm: abgehakt. Auf zum Arc de Triumphe - naja, ging so. Der Triumphbogen überzeugte nicht so, sodass wir entlang der Champs-Élysées (dem Ku’Damm von Paris) Richtung Louvre schlenderten.
Das Louvre - ein riesiger Gebäudekomplex und überwältigendem Vorplatz - ein Schnittchen fürs Auge! Und das beste: der Eintritt ist bis 25 Jahre frei! Also gratis rein dort und sich Gemälde, wie z.B. Mona Lisa angucken. Um ehrlich zu sein: ging so!
Vom Louvre ging es dann direkt zum Notre Dame, wo man auch gratis reindurfte - und wir “platzen” mitten in eine Messe. Interessant!

Da es dann doch später war und wir Hunger hatten, entschlossen wir uns im Quartier Latin, dem Friedrichshain von Paris, ein Happen essen zu gehen - ganz gut eigentlich.
Danach ging es noch schnell einen Cocktail in einer Bar trinken, um dann im Hostel vollkommen platt ins Bett zu fallen….
Tag 3 - Donnerstag
Heute stand nur eins auf dem Plan: Das Schloss Versailles. Also ab in den Zug und 20km raus aus Paris - leider bei bedecktem, sehr windigen Wetter! Auch hier wieder Glück: Bis 26 Jahre kann man Versailles gratis besichtigen. Also rein da - alles angucken - “oho, hier…ah, guck mal hier…. und hier war also dieses…ahja” und danach ging es in die riesigen Gärten - doch nicht zu Fuß! Wir mieteten uns ein Elektro-Golf-Caddie-Auto und cruisten entspannt mit 7km/h durch die Gärten von Versailles - es geht schlechter!
(Hier ein 3min-Ausschnitt von einer insgesamt 60min-Fahrt!)
Danach ging es zum Mexikaner Mittagessen und wieder ab nach Paris! Dort angekommen schlenderten wir noch ein wenig durch die südliche Innenstadt und schauten uns z.B. die (ehemalige) Bastille an. Abend gingen wir in “Das Museum der Erotik” direkt neben dem Moulin Rouge - nuja, ging so.
Abend entschieden wir uns Rentner zu spielen und beendeten den Tag mit einer gepflegten Runde Rummikub!
Tag 4 - Freitag
Entspanntes Ausschlafen, Duschen, Frühstücken und auf zum Centre Pompidou - vielen als Bild im Französisch-Lehrbuch bekannt. Reingegangen sind wir jedoch aus Interesse-Mangel nicht. Danach ging es - mir kurzem Stopp im Park vorm Senat - zu den La-Fayette-Galerien! Ging.
Nach dem Mittagessen in einem Grillhaus ging es nochmal bei Nieselregen auf den Friedhof Lachaise - dort liegen unteranderem J. Morisson und Edith Piaf! Punkt 18Uhr wurden wir dann jedoch gebeten, den Friedhof zu verlassen. Ab ins Hostel und ein wenig rumgammeln - muss ja auch mal sein!
Tag 5 - Samstag
Wieder schön ausschlafen, auschecken und ein dickes Frühstück machen. Gegen Mittag brachen wir dann auch schon zum Flughafen auf, um am Nachmittag die Heimreise nach Berlin anzutreten.
Fazit
Als erstes fällt mir auf: eigentlich waren es ja nur vier Tage… !? Naja, ich lass’ die Überschrift jetzt so.
So. Also:
Paris kann ich jedem wirklich empfehlen - es ist eine Stadt voller Superlativen - riesige Monumente, wunderschöne kleine Ecken und hübsche, alte Häus’chen. Paris wird nachgesagt, dass es teuer ist - was stimmt: So kostet ein Bier im Restaurant 7€, ein Essen bekommt man nicht unter 15€ - dennoch kann man sich immer die ein oder andere Ecke suchen, wo man doch relativ human gut leben und schlemmen kann - gerade die verbilligten bzw. Gratiseintritte in viele Ausstellungen etc. (meist bis 25 Jahre) sind ein Anreiz bald einmal Paris zu besichtigen.
Ein wundervoller Trip in die Haupstadt Frankreichs - gerne wieder!

Bisher 4 Kommentare
Schöner Artikel - Paris also immer eine Reise wert!
Darf ich mal fragen was ihr über den Daumen gepeilt für die 5 Tage (Flug & Übernachtung) bezahlt habt?
ca. 350€ p.P. (Sina denkt, es sind sogar noch weniger).
Flug 200€ - Übernachtung 5×30€ … kommt hin …
Flug kostet WEITAUS weniger.
Übernachtung 4x 28€ p.P. ; Flug ~50€ p.P.
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